Bruno H. Schubert - Stiftung
Presseinformation

Bruno H. Schubert-Preis 2016 geht an russischen Umweltaktivisten Professor Dr. Alexey Yablokow

Frankfurt am Main, den 24. Oktober 2016
Seit drei Jahrzehnten werden herausragende Leistungen im Bereich der Umweltforschung und des Naturschutzes mit dem Bruno H. Schubert-Preis ausgezeichnet, einem der renommiertesten Umweltpreise Deutschlands. Mit insgesamt 70.000 Euro zeichnet die in Frankfurt ansässige, gemeinnützige Bruno H. Schubert-Stiftung Preisträger in drei Kategorien aus. Der Schubert-Preis 2016 wird heute Abend im Ausstellungssaal des Frankfurter Zoo-Gesellschaftshauses vor rund 120 geladenen Gästen verliehen.

Die Preisträger 2016

Die Auszeichnung in der Kategorie 1 (Lebenswerk) geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Alexey Yablokow aus Moskau. Er wird geehrt für seine wissenschaftlichen und umweltpolitischen Verdienste für den Natur- und Umweltschutz in Russland. Yablokow ist ein hochverdienter Biologe und Umweltpolitiker, korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied im Vorstand des Russischen Zentrums für ökologische Politik. Er hat nicht nur große Verdienste im Artenschutz, etwa für Wale, sondern ist auch hervorgetreten durch seine Veröffentlichungen zu den Folgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl.

In der Kategorie 2 (praktischer Naturschutz) geht die Auszeichnung zur einen Hälfte an Pedro Gamboa Moquillaza, den Leiter der peruanischen Naturschutzbehörde SERNANP. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in staatlichen Institutionen gelang es Pedro Gamboa die Schutzgebietsbehörde in ihrem Einfluss zu stärken und auszubauen. Unter seiner Leitung und Initiative wurde die Schutzgebietsfläche auf jetzt 17 Prozent der Landesfläche von Peru ausgeweitet. Er treibt die langfristige Sicherung wichtiger und großer Gebiete als Nationalparks voran und stemmt sich gegen illegalen Straßenbau und Goldgewinnung.

Zur anderen Hälfte geht der Preis an Ed Sayer und Claire Lewis für ihren Einsatz zum Schutz des North Luangwa Nationalparks in Sambia. Hier lebt heute, dank eines aufwändigen Wiederansiedlungsprojekts, heute wieder die einzige Nashornpopulation Sambias. Dem großen Engagement von Ed Sayer und Claire Lewis ist es zu verdanken, dass das Schutzgebiet bisher weitestgehend von Wilderei verschont geblieben ist. Das Ehepaar lebt zusammen mit seinen drei Kindern inmitten der Wildnis des North Luangwa Nationalparks.

Die Kategorie 3 (Kinder und Jugendliche) weist ebenfalls zwei Preisträger aus. Die Gruppe PapierPilz Frankfurt wird geehrt für ihre Initiative, das Thema Ressourcenverbrauch und Wiederverwertung von Papier unter den Studierenden der Johann Wolfgang Goethe-Universität am praktischen Beispiel ins Bewusstsein zu bringen. Für ihr herausragendes Engagement in ganz unterschiedlichen Bereichen des Naturschutzes wird die Grundschule Treuchtlingen im Altmühltal ausgezeichnet. Das Aktivitätenspektrum des engagierten Lehrerkollegiums und der Kindergruppen reicht von der Auwald-Bepflanzung bis hin zu Initiativen rund um den Apfel. Die Kinder pflanzen und pflegen Bäume und lernen viel über deren Verwertung und über gesunde Ernährung.



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Für mehr Informationen zu den Preisträgern
sowie für Pressefotos kontaktieren Sie bitte:

Bruno H. Schubert-Stiftung

c/o Zoologische Gesellschaft Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
Frau Katharina Hensen, Pressestelle
Telefon: 069 94344611
E-Mail: presse@bruno-h-schubert-stiftung.de

www.bruno-h-schubert-stiftung.de


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